24.7.07

Ausritt am Dienstag Morgen


Google ist schon ein fantastisches Spielzeug und hat immer wieder Neues zu bieten.
Heute habe ich - mehr durch Zufall - was ganz Tolles entdeckt. Man kann sich seine eigenen Landkarten zusammenstellen und dann im Internet veröffentlichen.
Da hab ich doch gleich unseren heutigen Ausritt als interaktives Gesamtkunstwerk mit Fotos und Videos verarbeitet.
Schaut euch das mal an!

Zur Landkarte!
Mehr Bilder!
Videos!

23.7.07

Brownies pferdige Kollegen






Mit diesen Pferden hat Brownie also nun zu tun. Hier eine kleine Bildauswahl.

20.7.07

Reiten verbindet


Im neuen Stall ist immer was los und das ist auch gut so.
Es gibt jede Menge kleine Mädchen wie eigentlich überall, die jede Menge Quatsch mit ihren Ponys anstellen, aber es gibt auch ein paar erwachsene Pferdebesitzerinnen und darunter sind mindestens schon mal zwei, die auch gerne ausreiten. Eine von ihnen, Stephanie, ist wie es der Zufall so will vor einem Dreiviertel Jahr mit ihrer Appaloosa-Stute aus Kalifornien gekommen. Da ist es nur natürlich, dass wir uns gut verstehen.
Bislang hatte ich mich immer nur mit ihnen unterhalten, aber als ich heute von meinem 30-Minuten-"Ausritt" zurückkam und gerade Brownies Box soweit fertig hatte, kam die Freundin von Stephanies Bruder an und fragte, ob ich ein Stück ohne Sattel mit ihnen die Straße runter reiten wollte.
Da musste Brownie dann doch noch mal ran, auch wenn er ohne Sattel momentan recht unbequem ist. Er muss jetzt einfach mal ordentlich zunehmen, dann wird das auch besser.
Jedenfalls sind wir zu dritt nochmal eine halbe Stunde geritten und wie es aussieht, werden wir das sicher nun öfter tun.
Sehr schön, nicht mehr immer alles alleine zu machen!

14.7.07

Pediküre


Die Hufeisen sind gegen meinen ausdrücklichen Wunsch nicht in Kalifornien abgenommen worden, sondern sind einfach mit den Hufen mitgewachsen, die dadurch natürlich in einen furchbaren, viel zu langen Zustand geraten sind.
Wenn man sich auf andere verlässt!

Da musste so schnell wie möglich der Schmied ran, die Vordereisen abnehmen (hinten waren sie seltsamerweise schon ab) und die Hufe ausschneiden. Gerstern hatten wir um 11 Uhr vormittags einen Termin.

Wie jeder ordentliche Schmied war auch Dennis eine halbe Stunde zu spät, aber er leistete gute Arbeit und Brownie machte auch ganz artig mit. Wahrscheinlich ist er froh, die Dinger endlich los zu sein. Der Boden ist hier weicher als in Kalifornien, also werde ich ausprobieren, ob wir nicht komplett auf Hufeisen verzichten können. Das wäre natürlich das Beste.

Noch einen Grund zur Freude gab es, als Brownie danach zum ersten Mal zu den anderen Pferden auf die "Weide" (leider graslos, aber dafür schön groß) durfte. Die letzte Woche war er tagsüber immer auf dem Reitplatz nebenan und konnte seine neuen Kollegen schon mal über den Zaun kennen lernen.
Er weiß außerdem als weitgereistes Pferd schon ganz genau, wie man sich am besten in eine neue Herde eingliedert und so nahm er am Tor erstmal einen Schluck Wasser und marschierte dann einfach los, schaute sich alles an, versicherte dem Chef, dass er dessen Posten anerkannte und setzte seine Erkundungstour fort. Die anderen Pferde interessierte das Ganze überhaupt nicht. Wahrscheinlich war es auch einfach zu heiß für großes Rumgerenne.

12.7.07

Alle lieben Brownie


In manchen amerikanischen Bundesstaaten gibt es immer noch ein total veraltetes Gesetz, das es verbietet, ein hässliches Pferd zu reiten.
Ob Florida dazu gehört, weiß ich nicht, aber es kann mir auch egal sein, denn im Stall sind alle ganz entzückt vom Neuzugang und finden ihn "sooo cute!"
Ich muss ja zugeben, mir gefällt er auch gut (obwohl wir ihn nicht wegen des Aussehens gekauft haben) und der erste kleine Ausritt mit Sattel heute ist auch ganz gut verlaufen.

Außerdem habe ich von anderen Einstellern erfahren, dass sie regelmäßig durch das "Betreten Verboten" Tor reiten und niemals jemand was sagt. Außerdem gibt es wohl in der anderen Richtung auch noch weitere schöne Wege. Das hört sich besser an als ich dachte.

Heute allerdings bin ich nur eine halbe Stunde lang die Zufahrtsstraße entlang geritten und bin nur ganz kurz in verbotenes Gebiet vorgedrungen.

Jon ist mir im Auto zum Stall gefahren, hat ein paar Fotos von mir auf Brownie gemacht und ist dann nach Hause gelaufen.


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Reiten im Regen


Eigentlich wollte ich diese Woche ja noch nicht reiten, aber dann konnte ich doch einfach nicht widerstehen. Wobei man die 10 Minuten im Schritt ohne Sattel ja auch nicht wirklich reiten nennen kann...
Als ich gestern nach einem furchtbar heißen Tag zum Stall kam und gerade dabei war, Brownies Wassereimer aufzufüllen - das mache ich immer als erstes - ging auch schon der Regen los. Tropischer Regen ist etwas stärker als man das so gewohnt ist und er ist auch nicht so unangenehm, sondern kühlt einen schön ab. Von 33 Grad ging die Temperatur innerhalb von Minuten auf angenehme 25 Grad runter und sämtliche Schweißausbrüche wurden direkt gestoppt.
Im Gegensatz zu den Reitmädels, die ins Trockene flüchteten, ließ ich mich durch den Regen also nicht stören, sondern brachte Brownie sein Wasser und holte in aus der Box, um grasen zu gehen. Da standen wir also nun mitten im tropischen Regenschauer. Die anderen schauten uns etwas seltsam an, aber Brownie fand die Abkühlung glaube ich auch ganz nett. Weil es ja nun nicht mehr zu heiß war, beschloss ich, mit ihm die Straße runter zu gehen und weil mir das schnell zu langweilig wurde und Brownie flott unterwegs und gut drauf war, fing ich an zu laufen, Brownie trabte am Führstrick neben mir her. Sowas macht ja immer Spaß!
Kurz bevor wir zur großen Straße kamen machte ich lieber wieder kehrt und eh ich mich versah, saß ich plötzlich nach monatelanger Abstinenz endlich wieder auf dem Pferd! Herrlich! Leider ist Brownie noch ziemlich dünn und die Wirbelsäule steht raus, sodass mein Hintern ein bisschen zu leiden hatte, aber schön war es trotzdem.
Ich ritt im Schritt zurück zum Stall, wo er zur Belohnung noch ein bisschen grasen durfte. Der Regen hatte mittlerweile auch nachgelassen.

10.7.07

Legal - Illegal - Mir doch egal


Ein erster Spaziergang, um die Umgebung zu erkunden, brachte ein bisschen Aufklärung über die Ausreitsituation.
Im Prinzip gibt es wunderbare kilometerlange Wiesenwege direkt hinter dem Stall. Aber es gibt auch ein Problem: Man muss dafür über Privatbesitz und das ist der Durchgang verboten. So steht es dick und fett auf Schildern, die an einem Maschendrahttor angebracht sind. Da das Tor aber offen stand, hab ich diese Schilder einfach mal ignoriert und bin mit Brownie am Strick einfach durchgegangen.

Brownie war natürlich aufgeregt und ganz schön flott heute. Immerhin hat er die letzten Wochen auf der langen Reise nicht viel Bewegung bekommen und schien genauso neugierig wie ich, sich ein bisschen umzuschauen, wo er da überhaupt gelandet ist. Das Gras überall, das er ja gar nicht gewohnt ist, war natürlich auch nicht zu verachten und ich musste schon ab und zu ziehen, damit er weiter ging. Ein bisschen fressen durfte er aber schon. Ich werde mich in nächster Zukunft wohl mit Bodenarbeit auseinander setzen müssen und Führtraining machen.

Ich hoffe wirklich, dass ich diese wunderbaren Wege in Zukunft auch reiten kann, das Tor offen ist oder ich irgendwie einen Weg drumherum finde. Ich bin ja mal gespannt, wie das wird...

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Zum Schluss hab ich dann noch mit Hilfe eines Reitmädels, Shelly, die Brownie ganz entzückend findet, Sand in seine Box geschaufelt und ihm Heu gegeben.